Jedes Frühjahr dieselbe Entdeckung: Das Tuch, das im Herbst noch frisch aussah, zeigt Streifen, Blütenstaub und an der Wetterseite einen grünen Hauch. Die gute Nachricht: Fast alles davon geht weg - wenn man es richtig anstellt.
Was das Tuch mag
- Erst trocken: losen Schmutz ausbürsten (weiche Bürste), gern mit dem Staubsauger auf niedriger Stufe nachhelfen.
- Dann lauwarmes Wasser - bei Bedarf mit einer milden Feinwaschmittel-Lösung - sanft einarbeiten, nie schrubbend.
- Gründlich mit klarem Wasser nachspülen und das Tuch VOLLSTÄNDIG trocknen lassen, bevor es eingefahren wird. Feucht aufgerollt entstehen Stockflecken - der häufigste Tuchschaden überhaupt.
Was das Tuch ruiniert
- Hochdruckreiniger: zerstört die Imprägnierung und kann Nähte lösen.
- Chlor und scharfe Haushaltsreiniger: bleichen Markenacryl aus - die Farbgarantie ist dann Geschichte.
- Harte Bürsten und Scheuermilch: rauen die Faser auf, danach haftet Schmutz erst recht.
Knickfalten und helle Striche im Gewebe sind übrigens meist keine Schäden, sondern herstellungsbedingte Eigenheiten von Acrylgewebe - sie beeinträchtigen weder Haltbarkeit noch Funktion.
Und wenn das Tuch trotz Pflege müde ist? Dann lohnt oft die Neubespannung statt der Neuanlage - dazu unser Beitrag "Neu bespannen statt neu kaufen". Bei hartnäckigen Fällen schauen wir uns das Tuch gern beim kostenlosen Ortstermin an.
FF
Frank FischerGeschäftsführer von Fischer Sonnenschutz in Solingen. Seit über 25 Jahren plant und montiert er mit seinem Team Markisen, Pergolen und Großschirme in ganz NRW.

