Die kurze, klare Antwort vorweg: Bei Windstärke 8 gehört jede Markise eingefahren - ausnahmslos. Die gute Nachricht: Eine richtig geplante Anlage fährt dann längst von selbst ein. Wie das funktioniert und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erklären wir hier ohne Beschönigung.
Was die Windklassen wirklich bedeuten
Markisen werden nach europäischer Norm in Windwiderstandsklassen eingeteilt. Vereinfacht gesagt: Klasse 2 bedeutet, die ausgefahrene Anlage verträgt frischen Wind um Windstärke 5 - da wanken schon kleine Laubbäume. Klasse 3, die beste übliche Einstufung, steht für starken Wind um Windstärke 6. Alles darüber ist kein Betriebszustand mehr, sondern ein Fall für das eingefahrene, geschützte Tuch in der Kassette.
Wichtig zu wissen: Die Klasse gilt nur für die fachgerecht montierte Anlage. Dieselbe Markise an einem weichen Untergrund oder mit zu wenigen Konsolen erreicht ihre Klasse nicht - deshalb nehmen wir Montageuntergrund und Befestigung beim Ortstermin so ernst.
Der Windwächter: Ihr Hausmeister für den Schatten
Ein Windsensor misst ständig, was draußen los ist, und fährt die Anlage automatisch ein, bevor es kritisch wird - auch wenn Sie gar nicht zu Hause sind. Moderne Funk-Sensoren erkennen dabei nicht nur Wind, sondern auf Wunsch auch Sonne und Regen und steuern die Markise ganz von allein. Aus unserer Erfahrung ist das die wichtigste Einzelinvestition für ein langes Markisenleben - gerade im Bergischen Land, wo das Wetter schneller dreht als man vom Garten ins Haus kommt.
Pergola und Lamellendach: die windstabilen Geschwister
Wo regelmäßig kräftiger Wind weht, lohnt der Blick auf Systeme mit Stützen: Pergola-Markisen mit geführtem Tuch und ZIP-Seitenführung bleiben deutlich länger im Einsatz, Lamellendächer aus Aluminium nehmen es auch mit richtigem Wetter auf. Welche Lösung zu Ihrer Lage passt, zeigt sich am besten vor Ort.
Mehr dazu: Markisen und Pergola & Lamellendach.

