Der große Markisen-Ratgeber: alle Arten im Überblick
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Der große Markisen-Ratgeber: alle Arten im Überblick

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Von Frank Fischer · 16. Oktober 2026 · Lesezeit etwa 6 Minuten

Gelenkarm, Kassette, Pergola, Markisolette, ZIP - wer zum ersten Mal eine Markise sucht, bekommt schnell mehr Fachbegriffe als Antworten. Dabei ist die Ordnung dahinter einfach: Jede Bauart beantwortet eine bestimmte Frage. Wenn Sie wissen, welche Frage Ihre Terrasse, Ihr Balkon oder Ihr Fenster stellt, finden Sie die passende Markise fast von selbst.

Die Gelenkarmmarkise: der Klassiker für Terrasse und Balkon

Zwei kräftige Arme spannen das Tuch frei über die Fläche - ohne Pfosten, ohne Schienen, eingefahren verschwindet alles an der Hauswand. Das ist die Bauart, die die meisten Menschen meinen, wenn sie "Markise" sagen. Es gibt sie in drei Schutzstufen: offen (die wirtschaftliche Wahl für geschützte Lagen, etwa unter einem Dachüberstand), halboffen (ein Schutzdach deckt das aufgerollte Tuch ab) und als Kassettenmarkise, die Tuch und Technik eingefahren komplett einschließt - die langlebigste Lösung für frei bewitterte Fassaden. Die Größen sind beachtlich: Einzelanlagen wie die LEINER SUNRAIN gibt es bis 6,5 Meter Breite bei 4 Metern Ausfall, gekoppelte Anlagen bis 13 Meter Breite. Alle Bauarten und Modelle finden Sie unter Markisen für Terrasse und Balkon.

Die Pergola-Markise: Stützen für große Flächen

Wo die frei tragenden Gelenkarme an ihre physikalischen Grenzen kommen, übernehmen vordere Stützen die Last: Die Pergola-Markise führt ihr Tuch in Schienen und steht damit deutlich stabiler im Wind. Einige Modelle wie die WAREMA Perrea P20 und P40 sind mit Entwässerungsstanzungen oder absenkbarem Pfosten sogar für den gelegentlichen Einsatz als Regenschutz vorbereitet. Mehr dazu auf der Seite Pergola und Lamellendach.

Das Lamellendach: das Dach unter den Beschattungen

Streng genommen keine Markise mehr: Drehbare Aluminiumlamellen passen sich der Sonne an, schließen bei Regen und leiten das Wasser kontrolliert ab. Für alle, die ihre Terrasse ganzjährig nutzen wollen, ist das Lamellendach die konsequenteste Lösung - den Vergleich der drei Systeme über zehn gedachte Jahre finden Sie in unserem Beitrag Markise, Pergola oder Lamellendach.

Fenster- und Fassadenmarkisen: Hitzeschutz vor dem Glas

Hitze stoppt man am wirksamsten, bevor sie die Scheibe durchdringt - deshalb sitzen diese Markisen außen vor dem Fenster. Vier Bauarten teilen sich die Aufgabe: Die klassische Fenstermarkise läuft senkrecht vor dem Glas, die Fallarm-Markise stellt ihren Behang unten aus und lässt den Blick frei, die Markisolette kombiniert beides, und die ZIP-Markise spannt ihr Tuch reißverschlussgeführt in seitliche Schienen - bei KADECO mit Windwiderstandsklasse 3 nach DIN EN 13561 die windstabilste der vier Bauarten. Einen Überblick gibt die Seite Fassaden- und Fenstermarkisen.

Die Wintergartenmarkise: Aufglas oder Unterglas

Glasdächer brauchen eigene Technik: Die Aufglas-Markise spannt ihr Tuch über dem Glas und fängt die Hitze ab, bevor sie den Raum erreicht - physikalisch die wirksamste Lösung. Die Unterglas-Markise läuft geschützt unter dem Glas und ist die richtige Wahl, wenn außen nichts montiert werden kann oder soll. Beide Welten zeigt die Seite Wintergartenmarkisen.

Die Seitenmarkise: die Wand aus der Kassette

Senkrecht statt über Kopf: Aus einer schlanken, senkrecht montierten Kassette ziehen Sie eine Stoffwand heraus - als Windschutz von der Wetterseite, als Sichtschutz zum Nachbarn, als Raumteiler in der Außengastronomie. Die KADECO Seitenmarkise erreicht dabei bis zu 4 Meter Ausfall.

Für Gastronomie und besondere Flächen

Wo täglich viele Plätze beschattet werden, zählen Spannweite und Robustheit: Die Scherenarmmarkise erreicht 6,5 Meter Breite bei bis zu 6,75 Metern Ausfall und lässt sich bis 19,5 Meter Breite koppeln. Freistehende Markisen beschatten Flächen ohne tragende Wand, und aufrollbare Sonnensegel übernehmen dort, wo nur Punkte zum Spannen vorhanden sind.

Drei Fragen genügen meist: Wie groß ist die Fläche? Wie viel Wind bekommt sie ab? Und soll der Platz auch bei Regen nutzbar sein? Mit diesen Antworten sortieren sich die Bauarten fast von selbst - die Entscheidungshilfe dazu steht in unserem Beitrag Markise oder Pergola, die häufigsten Stolpersteine in Fünf Fehler beim Markisenkauf.

Und wenn zwei Bauarten in Frage kommen: Beim kostenlosen Ortstermin rechnen wir beide Wege durch - quer durch unsere 7 Hersteller, mit Festpreis in aller Regel direkt vor Ort.

FF
Frank FischerGeschäftsführer von Fischer Sonnenschutz in Solingen. Seit über 25 Jahren plant und montiert er mit seinem Team Markisen, Pergolen und Großschirme in ganz NRW.

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