Ein Lamellendach lohnt sich in dem Moment, in dem Sie Ihre Terrasse nicht mehr als Terrasse denken, sondern als Zimmer. Wer nur an schönen Tagen Schatten braucht, ist mit einer Markise bestens bedient - wer den Platz unabhängig vom Wetter nutzen will, bekommt mit drehbaren Aluminiumlamellen eine andere Liga von Verlässlichkeit.
Was das Lamellendach anders macht
Statt eines Tuchs trägt das Dach drehbare Aluminiumlamellen: Sie regulieren den Lichteinfall exakt und stufenlos nach Sonnenstand - bis hin zum kompletten Schließen des Dachs, das Regenwasser dann kontrolliert ableitet. Morgens offen für die tiefe Sonne, mittags halb gedreht, abends wieder offen für den Himmel: Diese Beweglichkeit unterscheidet das Lamellendach von jedem festen Glasdach, das im Sommer zum Brennglas wird. In der Lamaxa-Welt von WAREMA, mit der wir arbeiten, reicht das Programm von der wandmontierten L50-Familie bis zu den frei stehenden L60- und L70-Varianten - beim L60 drehen die Lamellen, beim L70 lassen sie sich zusätzlich verfahren. Alle Modelle mit ihren Baugrenzwerten zeigt die Übersicht Lamellendach Lamaxa.
Situation 1: Die Terrasse soll ein Ganzjahresplatz werden
Mit Senkrechtmarkisen, Glasschiebewänden, LED-Beleuchtung und Heizung wird aus dem Lamellendach Schritt für Schritt ein Außenzimmer, das auch im Oktober noch funktioniert. Das Schöne daran: Der Ausbau muss nicht am ersten Tag komplett sein - das Dach kommt zuerst, Seitenwände und Licht folgen, wenn Sie wissen, wie Sie den Raum nutzen. Diesen Weg kann keine Markise mitgehen - sie bleibt ein Sonnenschutz für die warme Saison. Wie aus Schatten ein Ganzjahresplatz wird, zeigt der Beitrag Terrasse im Oktober.
Situation 2: Ihre Lage ist windig
Aluminiumlamellen kennen keinen Wassersack und kein flatterndes Tuch. Wo Markisen bei auffrischendem Wind eingefahren werden müssen, bleibt das Lamellendach einfach stehen - für Hanglagen, freie Feldkanten und alle, die ihren Schatten nicht vom Wetterbericht abhängig machen wollen, ist das oft das entscheidende Argument. Den Dreier-Vergleich über zehn gedachte Jahre finden Sie unter Markise, Pergola oder Lamellendach; die windstabile Zwischenstufe mit Tuch ist die Pergola-Markise.
Situation 3: Die Fläche ist groß - oder gewerblich
Die Lamaxa-Baugrenzwerte sprechen für sich: Ein einzelnes L50 deckt bis zu 27 Quadratmeter ab, die Varianten L50 Tex und L50 View kommen auf 31,5 Quadratmeter, die L60 Line auf 54 - und die gekoppelte L50 Line erreicht als Anlagenreihe bis zu 162 Quadratmeter Bestellfläche. Mit einem mittigen Pfosten lassen sich mehrere Anlagen an der langen wie an der breiten Seite aneinanderreihen, und Kombinationen aus L60 und L70 mischen drehbare und verfahrbare Felder in einer Anlage. Damit lassen sich auch Gastronomieterrassen aus einem Guss überdachen - planbare Plätze bei fast jedem Wetter, ohne täglichen Auf- und Abbau. Wie das montiert aussieht, zeigen unsere Projekte, etwa die Lamaxa-Anlagen in Wuppertal.
Situation 4: Sie wollen Regen nicht nur überstehen, sondern ignorieren
Eine regentaugliche Markise wie die LEINER SUNRAIN hält den Platz bei einem Schauer nutzbar - das Lamellendach macht daraus den Normalzustand: Lamellen zu, Wasser läuft kontrolliert ab, der Abend geht weiter. Welche Zwischenstufen es gibt, steht im Beitrag Markise bei Regen.
Und wann lohnt es sich nicht?
Wenn der Platz klein und geschützt ist und Sie schlicht Schatten für sonnige Nachmittage suchen, wäre das Lamellendach überversorgt - dann ist die Markise die elegantere und wirtschaftlichere Wahl, die eingefahren komplett von der Fassade verschwindet. Dazwischen liegt die Pergola-Markise mit Stützen und geführtem Tuch; die Übersicht über beide Wege finden Sie unter Pergola und Lamellendach.

