Ein Sommerregen ruiniert keine gute Markise. Entscheidend sind zwei andere Fragen: Ist das Tuch für Regen gebaut - und was passiert danach? Wer diese beiden Punkte kennt, kann gelassen draußen sitzen bleiben, wenn die ersten Tropfen fallen - und weiß genau, wann der Moment zum Einfahren gekommen ist.
Wasserabweisend ist nicht wasserdicht
Das klassische Markisentuch aus Acryl ist imprägniert und damit wasserabweisend: Ein kurzer Schauer perlt ab, das Gewebe nimmt keinen Schaden. Wasserdicht ist es deshalb noch lange nicht - bei längerem oder kräftigem Regen drückt Wasser durch, und das Tuch wird schwer. Einen Schritt weiter gehen Qualitäten wie das Acryl All Weather, das etwa bei den WAREMA-Modellen Terrea H60 und G60 angeboten wird: Es schützt vor leichtem Regen und verlängert den Abend unter der Markise. Ein echtes Regendach wird die Markise erst mit wasserdichtem Gewebe - dazu gleich mehr.
Die Neigung entscheidet: Wasser muss ablaufen können
Gefährlich wird Regen nicht durch die Nässe, sondern durch das stehende Wasser: Sammelt es sich in einer Mulde, entsteht ein Wassersack, der mit jedem Liter schwerer wird und Tuch wie Gelenkarme überlastet. Deshalb gilt: Je flacher die Markise steht, desto früher gehört sie bei Regen eingefahren. Regentaugliche Konstruktionen lösen das mit definiertem Gefälle - die LEINER SUNRAIN etwa führt das Wasser bereits ab 5 Grad Neigung sicher ab, bei Kuppelanlagen ab 7,5 Grad.
Wer nicht selbst daran denken will, überlässt das der Technik: Moderne Funk-Sensoren erkennen auf Wunsch nicht nur Wind, sondern auch Regen und fahren eine klassische Markise rechtzeitig ein, bevor das Tuch durchnässt - mehr dazu im Beitrag Kurbel, Funk oder Automatik.
Nach dem Regen: trocknen lassen
Die wichtigste Pflegeregel kostet nichts: Ein nass eingefahrenes Tuch gehört bei nächster Gelegenheit wieder ausgefahren, bis es vollständig getrocknet ist. Bleibt die Feuchtigkeit über Tage in der aufgerollten Welle, drohen Stockflecken, die sich kaum noch entfernen lassen. Hilfreich ist hier die Bauart: Bei halboffenen Markisen deckt ein Regendach das aufgerollte Tuch ab, die Kassettenmarkise schließt Tuch und Gelenkarme eingefahren komplett ein - Regen, Vogeldreck und Laub kommen gar nicht erst heran. Was das Tuch sonst noch verträgt und was es ruiniert, steht in unserem Beitrag Markise reinigen.
Und der Schirm im Regen?
Großschirme spielen in einer eigenen Liga: Die betex-05-Membrane der BAHAMA-Schirme ist ein beschichtetes Polyestergewebe mit einer Wassersäule von mindestens 1.000 Millimetern - darunter bleibt es auch bei kräftigem Regen trocken. Für die Gastronomie lassen sich mehrere einzeln stehende Großschirme sogar mit einer textilen Rinne zu einer durchgängig geschlossenen Fläche verbinden, die zugleich vor Vogeldreck und Laub schützt. Die Modelle finden Sie unter Sonnenschirme.
Wenn Regen zum Programm gehört
Wer bei Regen draußen sitzen will - ob auf der privaten Terrasse oder im Gastgarten - braucht eine Anlage, die genau dafür konstruiert wurde. Die LEINER SUNRAIN kombiniert die klassische Gelenkarmmarkise mit einem wasserdichten PVC-Hochleistungstuch und gezieltem Wasserablauf; die CASA SUNRAIN bringt dasselbe Prinzip in die Kassettenbauart. Bei den Pergola-Markisen bereiten Entwässerungsstanzungen oder ein absenkbarer Pfosten einzelne Modelle wie die WAREMA Perrea P20 und P40 auf den gelegentlichen Regeneinsatz vor - die Übersicht dazu finden Sie unter Pergola und Lamellendach. Und wo der Platz bei fast jedem Wetter funktionieren soll, ist das Lamellendach die konsequenteste Antwort: geschlossene Aluminiumlamellen, die das Wasser kontrolliert ableiten.
Welche Lösung zu Ihrer Terrasse passt, hängt von Neigung, Fläche und Windlage ab - genau das schauen wir uns beim kostenlosen Ortstermin an, mit Festpreis-Angebot in aller Regel sofort.

