Die Südlage ist die Königsdisziplin der Beschattung: nirgends mehr Sonnenstunden, nirgends mehr Hitze - und mittags steht die Sonne so hoch, dass der Schatten einer zu kurzen Markise an der Hauswand klebt, während die Sitzgruppe in der Sonne brät. Die wichtigste Erkenntnis für Südterrassen lautet deshalb: Der Ausfall zählt mehr als die Breite.
Warum auf der Südterrasse der Ausfall entscheidet
Je höher die Sonne steht, desto steiler fällt das Licht ein - und desto weiter wandert der Schatten zur Wand zurück. Eine breite, aber kurze Markise beschattet mittags vor allem die Fassade. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Breite, Ausfall und Sonnenstand: Modelle wie die LEINER CENTO erreichen 6,5 Meter Breite bei bis zu 3,5 Metern Ausfall, und der einstellbare Neigungswinkel von 0 bis 40 Grad passt den Schattenwurf an den Sonnenverlauf an. Die Bauarten im Überblick zeigt die Seite Markisen für Terrasse und Balkon.
Nachmittags wird aus Süd Südwest
Gegen Abend sinkt die Sonne und schiebt sich flach unter das Tuch - dann hilft kein Ausfall mehr, sondern eine senkrechte Kante. Genau dafür gibt es den Volant: Kassettenmarkisen wie die WAREMA Terrea 580 sind dank absenkbarem Volant-Rollo ausdrücklich auch für Südwest-Ausrichtungen geeignet, und der stufenlos aufrollbare Vario-Volant von LEINER vergrößert den Schattenbereich bei tief stehender Sonne und dient nebenbei als Sichtschutz.
Südfenster: außen abfangen statt innen abdunkeln
Hinter Südfenstern - besonders im Dachgeschoss - entscheidet außenliegender Sonnenschutz im Hochsommer über mehrere Grad Raumtemperatur, denn er stoppt die Strahlung, bevor sie das Glas durchdringt. Jalousie und Vorhang können innen nur verteilen, was schon im Raum ist. Die elegante Lösung für Südfenster ist die Markisolette: Ihr oberer Teil läuft senkrecht vor dem Glas, der ausgestellte untere Teil fängt die hochstehende Mittagssonne ab und hält trotzdem das Blickfeld frei. Alle vier Bauarten finden Sie unter Fassaden- und Fenstermarkisen.
Wintergarten nach Süden: ein Fall für Aufglas
Ein unbeschatteter Südwintergarten wird im Juli zum Treibhaus. Am wirksamsten hilft die Aufglas-Markise, die ihr Tuch über dem Glasdach spannt und die Hitze abfängt, bevor sie zur Raumwärme wird - physikalisch die beste Lösung, wie unsere Übersicht der Wintergartenmarkisen zeigt.
Große Südterrassen: Pergola oder Lamellendach
Wird die Südterrasse groß oder soll sie den ganzen Tag im Schatten liegen, stoßen frei tragende Gelenkarme an ihre Grenzen. Dann übernehmen Systeme mit Stützen: Die Pergola-Markise führt ihr Tuch windstabil in Schienen, und beim Lamellendach lässt sich die Lamellenstellung je nach Sonnenstand stufenlos regulieren - morgens, mittags und abends anders, ohne dass die Anlage eingefahren werden muss. Beide Welten zeigt die Seite Pergola und Lamellendach.
Freie Südflächen ohne Wand im Rücken
Nicht jeder Südplatz hat eine Fassade für den Markisenkasten: Sitzplätze mitten im Garten, Spielbereiche, Flächen zwischen Haus und Garage. Hier übernehmen aufrollbare Sonnensegel wie das WAREMA Sonea, das elektrisch ausfährt und sich bei Wind von selbst wieder aufrollt, oder ein Großschirm aus unserem Schirmprogramm - beide brauchen nur Punkte zum Verankern statt einer tragenden Wand.
Das Tuch für die Südlage
Nirgends bekommt ein Markisentuch mehr UV-Strahlung ab als nach Süden. Deshalb gehört hierher spinndüsengefärbtes Acryl, bei dem die Farbe in der Faser steckt statt auf ihr - das Dessin bleicht auch nach Jahren nicht aus. Den Material-Vergleich finden Sie im Beitrag Acryl oder Polyester.
Dazu gehört auf der Südseite immer die Frage nach der Steuerung: Eine Sonnen- und Windautomatik fährt das Tuch aus, wenn die Sonne brennt, und schützt es, wenn der Wind auffrischt - mehr dazu im Beitrag Kurbel, Funk oder Automatik.

